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Quedlinburg Stiftskirche St. Servatius

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Direkt an der bekannten Straße der Romanik gelegen befindet sich die Stiftskirche Quedlinburg. Sie thront oberhalb der schönen Harzstadt. Dabei hat die Stiftskirche St. Servatius auch unter der Bezeichnung Quedlinburger Dom einen großen Bekanntheitsgrad erlangt.

Einblicke in die Geschichte der Stiftskirche St. Servatius

Als dem heiligen Servatius und Dionysios gewidmetes Denkmal entstand die Stiftskirche Quedlinburg in der Zeit zwischen 1070 bis 1129 im hochromanischen Stil. An jener Stelle gab es bereits drei Vorgängerbauten der heutigen Stiftskirche St. Servatius.

Bis zum Jahre 936 beherbergte der Schlossberg eine Burganlage mit kleinerer Kapelle. Als im gleichen Jahr das Damenstift gegründet wurde, ist die Stiftskirche Quedlinburg erstmalig vergrößert worden. König Heinrich fand 936 hier seine letzte Ruhestätte. Ein nochmaliger Umbau erfolgte 997. Der heutige Quedlinburger Dom wurde 1070 durch einen Großbrand vernichtet. Somit begann der Neubau der Stiftskirche St. Servatius im gleichen Jahr.

1129 wurde die flachgedeckte Basilika geweiht. Dabei zeigt der Sandsteinbau von ungeheurer Größe einerseits an der Fassade, andererseits in der Ornamentik im Innenraum des heutigen Quedlinburger Doms erhebliche lombardische Einflüsse.

Die Formen gotischen Ursprungs des oberhalb der Krypta erbauten Chors sind ausschließlich von außen erkennbar. Seine Form erhielt dieser von Seiten der Äbtissin Jutta von Kranichfeld zu Beginn des 14. Jahrhunderts.

Weitere Entwicklung im 19. Jahrhundert

Zwischen den Jahren 1863 bis 1882 wurden im Auftrag Ferdinand von Quasts umfangreiche Restaurierungsarbeiten an der Stiftskirche Quedlinburg durchgeführt. Im Rahmen dieser bekam die Stiftskirche St. Servatius zwei Türme im neuromanischen Stil. Die Spitzen der beiden Türme zieren rheinische Helme.

In den Jahren von 1938 bis 1940 erfuhr das Chorinnere einen Rückbau. Einzig die äußere Optik blieb im gotischen Stil erhalten. Während der Rückbaumaßnahmen kam es zur Entfernung von

  • Altar
  • Gestühl
  • Kanzel.

Ferner wurde das Chorgewölbe in gotischer Bauweise abgerissen. Eine im Jahre 1938 errichtete Apsiswand sollte im Innenteil den romanischen Gesamteindruck wiedergeben. Bis 1945 wurde der Quedlinburger Dom zweckentfremdet genutzt. So diente die Stiftskirche St. Servatius in jener Zeit unter Heinrich Himmler als Weihestätte der SS. Den Krieg hat die Stiftskirche Quedlinburg mit nur wenigen Schäden überstanden. Deren Beseitigung fand zwischen 1946 und 1948 statt.

Die gotischen Turmhelme erlitten im Krieg einige Schäden und sind unter Ferdinand von Quast im Stil der Romanik erneut errichtet worden. Als diese 1945 durch einen amerikanischen Artilleriebeschuss zu Schaden kamen, bekamen die Turmhelme ihre gegenwärtigen flachen Zeltdächer.

Im Inneren erfährt der Quedlinburger Dom dank Säulen und Pfeiler eine Gliederung. Diese trennen die Haupt- von den Seitenschiffen. Eine Kaiserloge nimmt westlich eine Begrenzung des sakralen Raums vor. Dahingegen können Besucher der einzigartigen Sehenswürdigkeit Quedlinburgs den Hohen Chor sowie die berühmten Schatzkammern des Quedlinburger Doms über eine Treppenanlage erreichen. Hier ist der weltweit bekannte Domschatz zu besichtigen. Unterhalb des Chores befindet sich die Krypta. In ihr befinden sich die Gräber des ersten Königspaares Deutschlands.

In der heutigen Zeit zählt neben der Altstadt Quedlinburgs auch die Stiftskirche St. Servatius zum UNESCO Weltkulturerbe.

Öffnungszeiten Stiftskirche St. Servatius

Monat Tag Öffnungszeit
November – März Dienstag – Sonntag 10:00 – 16:00 Uhr
April – Oktober Dienstag – Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr

Kontakt und Anschrift

Domschatz Quedlinburg
Schlossberg 1g
06484 Quedlinburg
Tel.: 03946 – 709900
E-Mail: quedlinburg@die-domschaetze.de
Web: www.die-domschaetze.de

Quedlinburg-Information
der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH
Markt 4
06484 Quedlinburg
Tel.: 03946 – 905624
E-Mail: qtm@quedlinburg.de
Web: www.quedlinburg.de

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