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Naumburg (Saale) Naumburger Dom St. Peter und St. Paul

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Der Naumburger Dom ist eines der bedeutsamsten Kulturdenkmäler der hochmittelalterlichen Zeit innerhalb Europas. An der Straße der Romanik gelegen ist der Naumburger Dom für kulturell Interessierte ein beliebtes Ausflugsziel.

Auf dem Weg zum UNESCO Welterbe

Der Naumburger Dom bildet mit seinem Domgarten, dem Kreuzgang und seinen dazu gehörenden Kuriengebäuden eines der bemerkenswertesten Architekturensembles im gesamten Raum Mitteldeutschlands. Der spätromanisch-frühgotische Naumburger Dom ist insbesondere auf Grund der Arbeiten des Naumburger Meisters weltberühmt. Dieser schuf neben der weithin bekannten Stifterfigur Uta von Naumburg auch den Westlettner mit seinen Passionsreliefs.

Der Naumburger Dom beherbergt den weltbekannten Domschatz. Besucher, die diese einzigartige Sehenswürdigkeit der Stadt Naumburg besuchen, werden fasziniert sein von den gesammelten Kunstwerken aus der Zeit der Gotik und Romanik. Mit diesem Alleinstellungsmerkmal behaftet bildet der Dom Naumburg in Kombination mit den überwältigenden Stadtanlagen Freyburgs und Naumburgs zusammen mit einer Vielzahl an Burgen und Obst- sowie Weinanbaugebieten die Basis für den Antrag zur Aufnahme in das UNESCO Welterbe.

Einblicke in die Geschichte des Naumburger Doms

Zu Beginn des 11. Jahrhunderts kam es zur Ermordung des Markgrafen Ekkehard I. Im Auftrag seiner Söhne wurde nahe der Nuwenburg eine Kirche errichtet. In diese fand die Überführung ihrer Familiengruft statt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Kirche in einer Merseburger Bischofschronik. Die Kirche ist eine Saalkirche, bestehend aus einem dreiteiligen Ostbau. Versehen ist diese mit zwei Türmen und einem rechteckigen Chor.

Um ausreichend Platz zum Bau des Doms Naumburg zu schaffen, kam es in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zur Einebnung des fast gesamten Komplexes der Kirche. Erhalten blieben lediglich zwei Turmwände mit einer Höhe von etwa 15 Metern. Diese haben sich sehr gut in den Neubau integriert.

Der Naumburger Dom in frühromanischer Zeit

Zur Entstehung des ersten Naumburger Doms können kaum Aussagen gemacht werden. Es wird vermutet, dass dieser um 1040 erbaut wurde. Ebenso wie die Stiftskirche musste der erste Dom von Naumburg im 13. Jahrhundert dem Neubau des spätromanisch-gotischen Doms Naumburg weichen.

Archäologischen Ausgrabungen zur Mitte des 20. Jahrhunderts zufolge besaß der Dom Naumburg sächsische Ostteile sowie ein dreischiffiges, basilikales Langhaus. Darüber hinaus fanden sich ein Querhaus mit zwei Nebenapsiden sowie einem geschlossenen Chor, der über Muldennischen verfügte. Den westlichen Abschluss bilden zwei quadratische Türme. Da der neue Dom Naumburg und die ältere Stiftskirche dicht nebeneinander lagen, wurden beide Bauwerke miteinander kombiniert.

In den Jahren 1245 bis 1250 entstanden die Klausur sowie der Kreuzgang des Doms Naumburg. Die Kirche ist im Besitz von zwei Klausuren, was in der Geschichte einzigartig ist. Im Verlaufe der Jahre wurden Kreuzgänge erbaut, die beide Gesamtanlagen – die Stiftskirche und den Dom Naumburg – miteinander verbanden.

Weitere Baumaßnahmen am Naumburger Dom

Während sich die Türme vom Dom Naumburg im Verlauf der Jahrhunderte weiter veränderten, entstand im 13. Jahrhundert das gotische Erdgeschoss im nordwestlichen Turm. 1891 kamen weitere offene Geschosse im Südwestturm hinzu. Die Haube aus dem Jahr 1584 des Nordwestturms ist ebenfalls erneuert worden. Die Osttürme erfuhren um 1500 eine Erhöhung. Deren barocke Hauben stammen aus der Zeit zwischen 1711 bis 1713.

1532 kam es durch Brandstiftung zu einer wesentlichen Zerstörung des Doms Naumburg. Neben Teilen des Mauerwerks fiel auch ein Großteil der Inneneinrichtung dem Feuer zum Opfer. Die Instandsetzung dauerte bis in das 19. Jahrhundert. Die zerstörte Marienkirche konnte ebenfalls erst im 20. Jahrhundert neu erbaut werden. Von der Bausubstanz aus dem Mittelalter sind einzig

  • Reste der Südwand
  • der Chor

erhalten geblieben.

Das Langhaus wurde im Stil des Barock um 1730 errichtet. 1940 kam es zum Bau des Torhauses. Dieses dient heute als Eingangstor zum Dom Naumburg. Es folgten weitere Reparaturarbeiten. Durch finanzielle Engpässe mussten diese jedoch abgebrochen werden.

Als die friedliche Revolution eine finanzielle Entspannung brachte, wurden die Restaurierungsarbeiten erneut aufgenommen. Seit dem Jahr 2002 ermöglichen Fördergelder die Beseitigung beträchtlicher Schäden an den Osttürmen des Doms Naumburg.

Kreuzgang und Klausurgebäude

In den Jahren 1961 bis 1965 kam es zur Ausgrabung von einzelnen Teilen des Osttraktes der Klausur des aus der frühromanischen Zeit stammenden Naumburger Doms.

Die sich an der Südseite dem Doms Naumburger befindliche spätromanische Klausur konnte nicht bis 1244 zurückverfolgt werden. Demnach wurde diese erst in den vierziger Jahren erbaut. Um 1270 entstand ein Kreuzrippengewölbe. Der Nord- und Osttrakt sind gut in ihrer spätromanischen Form erhalten geblieben. Vom Süd- und Westtrakt hingegen existieren nur noch Restbestände. Die Flügel hoch- und spätgotischen Ursprungs erfuhren im 19. Jahrhundert erhebliche Veränderungen.

Zu den erhalten gebliebenen Klausurgebäuden gehören

  • die spätgotische Dreikönigshalle
  • Elisabethkapelle
  • Marienpfarrkiche
  • spätromanische Vorhalle

Die spätgotische Dreikönigskapelle ist 1416 von Bischof Gerhard II. von Goch erbaut worden. Nach einem Brand im Jahre 1532 fand das Untergeschoss Verwendung als Gefängnis und Lagerraum. Während eines späteren Neubaus wurde die Kapelle den Heiligen Drei Königen geweiht. Darauf weist auch eine Figurengruppe an der äußeren Ostwand hin, welche die Anbetung der Heiligen Drei Könige wiedergibt.

Im Erdgeschoss des Nordwestturms des Doms Naumburg befindet sich die Elisabethkapelle. Diese wurde der Heiligen Elisabeth von Thüringen geweiht. Besucher finden hier neben dem Altar eine aus 1235 stammende Elisabethstatue vor. Ferner können drei Glasfenster mit idealisierten Szenen aus Elisabeths Leben bewundert werden.

Südwestlich vom Dom Naumburg liegt am Südtrakt des Kreuzganges die Marienpfarrkirche. Von der urkundlich 1343 erwähnten Kirche sind bis heute Reste der Außenwände und der Chor erhalten geblieben. Heute dient diese als Winterkirche, sie erhielt 2011 eine neue Orgel.

Einen Anbau der spätromanischen Vorhalle finden Gäste des Naumburger Doms am südlichen Querschiffarm vor.

Ausstattung des Doms Naumburg des Doms Naumburg

Von der eigentlichen Ausstattung des Doms Naumburg ist nicht sehr viel erhalten geblieben. Diese Tatsache ist den Umständen

  • der barocken Umgestaltung
  • des Brandes aus dem Jahr 1532
  • der schwedischen Besetzung

des Doms geschuldet. Die geringen noch bis heute erhaltenen Ausstattungsstücke können Gäste im Dom Naumburg sowie im Domschatzgewölbe besichtigen.

Die sich noch im Besitz des Naumburger Doms befindlichen Altäre stehen für Besucher

  • an den Ostwänden der Arme im Querhaus
  • auf der Bühne des Westlettners
  • im Hochchor
  • im Nordquerhaus
  • im Südquerhaus steht ein Marienretabel
  • in der Mensa
  • am westlichen Ende des südlichen Seitenschiffs

zur Besichtigung zur Verfügung. Der sich einst im Mittelschiff befindliche Kreuzaltar wurde durch einen kleineren im Mitteljoch des Lettners ersetzt. Der Hauptaltar befindet sich im Westchor. Weitere Altäre finden sich in den Kapellen vom Dom Naumburg. Eine Vielzahl an Retabel gingen im Verlaufe der Jahre verloren. Überreste der Domausstattung können im Domschatzgewölbe besichtigt werden.

Weitere erhalten gebliebene Ausstattung des Doms Naumburg

Neben verschiedenen Altären und Retabel befinden sich im Dom Naumburg

  • mehrere Stifterfiguren
  • eine Statue der Heiligen Elisabeth

Direkt vor dem Kircheneingang steht ein Ekkehard II. gewidmeter Brunnen.

Ferner blieben in der Vierung noch Gestühle aus der Bauzeit des Naumburger Doms erhalten. Ein Gestühl aus 1260 zählte einstmals zur Ausstattung des Westchores. Zwischen diesen befinden sich noch drei Lesepulte, die aus der Zeit des 15. Jahrhunderts stammen.

Als es 1170 zum Umbau des Doms Naumburg kam, wurde eine Krypta eingebaut. Die Krypta hochromanischen Ursprungs zählt neben den Turmwänden der Kirche zu den einzigen noch erhalten gebliebenen Teilen der Vorgängerbauten. Ebenso blieb ein geschnitztes Holzkruzifix bis heute erhalten.

In der Klausur sowie im Dom Naumburg warten zahlreiche Grabsteine auf einen Besuch. Die ältesten Grabsteine, die hier besichtigt werden können, stammen aus der Zeit des 13. sowie 14. Jahrhunderts. Auf vielen sind noch alte Bilder der Verstorbenen und Inschriften erkennbar. Der Ostchor des Naumburger Doms beherbergt die noch gut erhalten gebliebene Grabplatte vom Bischof Dietrich II. von Meißen. Das aus Elfenbein angefertigte obere Endstück seines Bischofsstabes ist in einer separaten Räumlichkeit zu besichtigen.

Öffnungszeiten Naumburger Dom

Monat Tag Öffnungszeit
November – Februar Montag bis Samstag 10:00 – 16:00 Uhr
Sonntag und Feiertag 12:00 – 16:00 Uhr
März bis Oktober Montag bis Samstag 09:00 – 18:00 Uhr
Sonntag und Feiertag 11:00 – 18:00 Uhr

Kontakt und Anschrift

Naumburger Dom, Domschatzgewölbe und
KinderDomBauhütte
Domplatz 16/17
06618 Naumburg
Tel.: 03445 – 2301120 oder 2301133
E-Mail: fuehrung@naumburger-dom.de
Web: www.naumburger-dom.de

Tourist-Information Naumburg
Markt 6
06618 Naumburg
Tel.: 03445 – 273125
E-Mail: tourismus@naumburg.de
Web: www.naumburg.de

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