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Burg Freiheitsturm / Kuhturm

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Der Freiheitsturm Burg ist eine Sehenswürdigkeit in der Altstadt von Burg bei Magdeburg. Diese liegt in direkter Nähe zur historischen Stadtmauer. Der Volksmund bezeichnet den Turm auch als Kuhturm. Die Bezeichnung Kuhturm Burg geht auf eine Zeit zurück, als die Bürger der Stadt einstmalig ihr Vieh durch das Kuhtor direkt auf die Weiden trieben.

Geschichte des Freiheitsturms/Kuhturms Burg

Erstmalig tauchte der Freiheitsturm Burg – oder auch Kuhturm Burg genannt – 1530 in einer urkundlichen Erwähnung in Erscheinung. Bis zum heutigen Zeitpunkt konnte der genaue Zweck des Kuhturms Burg nicht geklärt werden. Ebenso unbekannt ist bislang der Zeitpunkt seiner Errichtung.

Auf der Freiheitsstraße befand sich vor der Errichtung der zweiten Stadtmauer ein Freihof. Es wird davon ausgegangen, dass der Freihof ebenso mit einer festen Mauer versehen war wie die Stadt Burg bei Magdeburg selbst. Der Freiheitsturm Burg bzw. Kuhturm Burg fungierte damals als Eingangstor. Als im 14. Jahrhundert die zweite Stadtmauer errichtet wurde, kam es zur Einbeziehung des Freihofs in die Stadtbefestigung. Einige Geschichtskundler gehen sogar davon an, dass an jener Stelle die Burg der Stadt ihren Standort hatte.

Der Freiheitsturm Burg weist unterhalb unbehauene Natursteine auf. Aus diesen lässt sich auf eine Bauphase aus der romanischen und frühgotischen Zeit schließen. Ebenfalls ersichtlich ist diese Bauweise auch an den beiden Feldsteinkirchen „Unser Lieben Frauen“ und „St. Nicolai“ der Stadt Burg.

Ein aus dem Zeitalter der Romanik stammender Vorgängerbau des Freiheitsturms Burg fiel offensichtlich diversen Kämpfen zum Opfer. So blieb einzig der Tordurchlass erhalten, der in den Neubau des Kuhturms Burg integriert werden konnte. Schlussfolgernd lässt sich dies relativ deutlich anhand eines sichtbaren Übergangs der unbehauenen Feldsteine zu Ziegelsteinen, die sich beinahe über dem Tordurchlass befinden.

Im Jahr 1685 nahm der Freiheitsturm/Kuhturm Burg oben ein stumpfes Ende. Oberhalb desselben befanden sich Zinnen. Im Verlaufe der Zeitfortschreitung erhielt der Kuhturm Burg zwei gemauerte Giebel sowie ein Satteldach. Über mehrere Jahrhunderte hinweg war der Freiheitsturm durch einen breiten Tordurchlass gekennzeichnet. Hierdurch trieben die Bürger ihr Vieh auf die Weiden. Auf diese Weise erhielt der Turm seine Bezeichnung Kuhturm Burg. Zugemauert wurde dieser Durchlass im Freiheitsturm Burg, als später kein Vieh mehr hindurch getrieben wurde.

Seither fungierte der Freiheitsturm Burg bis zum Jahr 1910 als Obdachlosenasyl und Polizeigefängnis. 1940 wurde daraus eine Jugendherberge, später ein Tierheim. Anschließend wurde der Turm als Lagerraum genutzt. Die starken Gefängnistüren im Inneren des Freiheitsturms Burg sind bis in die Gegenwart noch erhalten.

Als architektonisch bedeutsam gelten die auf allen vier Geschossen vorhandenen so genannten Schwarzen Küchen. In diesen sind die unterschiedlichen Räumlichkeiten beheizt und Mahlzeiten zubereitet worden. Jede dieser Schwarzen Küchen war mit einem eigenen Rauchabzug versehen.

Zu Zeiten des Mittelalters waren derartige Türme wie der Freiheitsturm Burg als feste Häuser bekannt, in denen adlige Beamte lebten. Damit diese besser geschützt waren, befanden sich diese Türme stets an profilierten Stellen.

In der Zeit von 1992 bis 1996 fanden am Freiheitsturm Burg bei Magdeburg umfangreiche Sanierungsarbeiten statt. Heute steht der Turm der Öffentlichkeit zur Besichtigung zur Verfügung.

Kontakt und Anschrift

BurgInfo
Berliner Straße 38
39288 Burg
Tel.: 03921-2331
E-Mail: burginfo@stadt-burg.de
Web: www.stadt-burg.de

Öffnungszeiten Burg-Information

Montag, Dienstag, Donnerstag 09:00 – 18:00 Uhr
Freitag 09:00 – 15:00 Uhr
Samstag 09:00 – 12:00 Uhr
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