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Sachsen-Anhalt

Käthe Kruse

Käthe Kruse (* 17.09.1883, Dambrau bei Breslau, als Katharina Johanna Gertrud Simon; † 19.07.1968, Murnau a. Staffelsee) ist als eine der besten Puppenmacherinnen weltweit bekannt geworden, wobei ihre Puppen heute beliebte Sammlerstücke mit zum Teil enormen Verkaufspreisen geworden sind.

Käthe wuchs als Tochter des Stadthauptkassenbuchhalters Robert Rogaske und der Näherin Christiane Simon in einfachen Verhältnissen auf. Nach Abschluss der Mittelschule nahm sie Schauspielunterricht und erhielt so 1900, gerade 17-jährig, ein Zweijahresengagement unter dem Pseudonym Hedda Somin am Berliner Lessingtheater. Parallel dazu trat sie auch in anderen deutschen Städten mit beachtlichem Erfolg auf. Gastspielreisen nach Moskau und Warschau folgten.

1901 lernt sie in der Berliner Künstler- und Literatenszene den Bildhauer und Bühnenbildner Max Kruse kennen. Nach der Geburt ihrer Tochter Maria, dem ersten von sieben gemeinsamen Kindern, gibt sie 1902 ihre Schauspielkarriere auf. 1904 zieht Käthe mit ihrer Mutter und Maria in eine Künstlerkolonie nach Ascona. Kurz darauf wird Tochter Sophie geboren. Käthe malt nun, unternimmt Wanderreisen und kümmert sich um ihre Töchter; Max Kruse, der selbst lieber in Berlin blieb, besucht oft seine Familie.

1905 begann sie, selbst Puppen aus Stoff für ihre Kinder zu basteln, weil Max Kruse sich weigerte, eine der seinerzeit gebräuchlichen Puppen zu kaufen – sie entsprachen weder Käthes noch Max Kruses pädagogischen Ansprüchen! Sein Ausspruch: „Ick koof euch keene Puppen. Ick find se scheißlich. Macht euch selber welche.‟ wurde so zur Initialzündung für Käthes Karriere!

Ein Schicksalsschlag trifft 1908 das Paar: ein Sohn kommt tot zur Welt. 1909 wird Tochter Johanna geboren. Im selben Jahr heiraten Käthe und Max Kruse in München; Käthe war zwischenzeitlich wieder nach Berlin gezogen.
1910 beteiligte sich Käthe erstmals an der öffentlichen Ausstellung „Spielzeug aus eigener Hand‟ im Warenhaus Tietz in Berlin. Kruses selbst gefertigte Puppen erzielten einen sensationellen Erfolg und so musste sie ihre Puppen auch für andere Interessierte herstellen! Anfänglich waren ihre Puppen noch recht einfach, später dann immer aufwendiger und damit lebensechter.

Zwei Aufträge aus den USA erforderten 1911 eine eigene Werkstatt, welche im Künstlerhaus in der Berliner Fasanenstraße 13 eingerichtet wurde. Parallel dazu schenkte sie ihrem Sohn Michael das Leben.
Ihre Puppen nahmen unterdessen an Internationalen Puppenausstellungen mit großem Erfolg teil: in Florenz wurden sie mit der Großen Goldenen Medaille, in Frankfurt sowie in Breslau mit dem 1. Preis bedacht.
1912 übersiedelt die Familie von Berlin nach Bad Kösen, wo künftig die bald weltberühmten Puppen in der Puppenwerkstatt in der Friedrichstraße in Handarbeit gefertigt wurden. Sohn Joachim erblickt das Licht der Welt.
1913 nehmen Käthes Puppen an der Weltausstellung in Gent teil, wo sie mit dem Grand Prix ausgezeichnet werden.

Im Jahr 1915 zieht Familie Kruse nach Potsdam; aber schon 1918 kehrt man zurück nach Bad Kösen, wo Sohn Friedebald geboren wird, zu dem sich 1921 Brüderchen Max gesellt.
1925 gewinnt Käthe Kruse den für die Spielzeugbranche insgesamt wichtigen Kunstschutzprozess um das Urheberrecht an ihren Puppen gegen die Firma Bing Künstler- und Stoffspielwarengesellschaft/Nürnberg vor dem Reichsgericht.
Mit Erfolg nimmt sie dann auch an der Weltausstellung 1929 in Barcelona teil. In ihrem zwischenzeitlich recht stark gewachsenen Unternehmen wurden ab 1934 auch Schaufensterpuppen hergestellt. So bildet die Teilnahme an der Pariser Weltausstellung 1937 einen weiteren Höhepunkt ihrer Karriere: sie erhält den Grand Prix für Schaufensterfiguren.

Jedoch kaum fünf Jahre später musste sie sich wieder mehreren schweren Schicksalsschlägen stellen: 1942 verstirbt ihr Ehemann Max, ihr Sohn Joachim erliegt 1943 einem Tumor und ihr Sohn Friedebald erleidet einen tödlichen Unfall in Russland.

Bad Kösen wird ab 1945 zur sowjetischen Besatzungszone und so erfolgte, wie kaum anders zu erwarten, 1952 die Enteignung von Käthe Kruse – ihr Unternehmen wird zum Volkseigenen Betrieb.
Dessen ungeachtet erscheint 1951 ihre Autobiographie „Das große Puppenspiel‟. Sie siedelt dann 1954 in die Bundesrepublik Deutschland nach Donauwörth über, wo inzwischen zwei ihrer Söhne schon erneut Puppenwerkstätten gegründet hatten.

1956 wird ihr das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse verliehen. Im gleichen Jahr zieht sie nochmals, gemeinsam mit ihrer ältesten Tochter Maria, nach München um.
Am 19.07.1968 stirbt Käthe Kruse in Murnau/Obb.; sie hat in Zell-Ebenhausen im Isartal ihre letzte Ruhe gefunden.

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Naumburg (Saale) Käthe Kruse Puppenmuseum

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