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Merseburg Merseburger Dom St. Johannes und St. Laurentius

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Bedingt durch seine wertvolle Ausstattung gehört der Merseburger Dom St. Johannes und St. Laurentius zu den spektakulärsten Baudenkmälern an der Straße der Romanik.

Bemerkenswertes Baudenkmal – der Dom Merseburg

Das beeindruckende Ensemble von Schloss sowie Dom Merseburg zeigt noch heute die enorme mittelalterliche Bedeutung der damaligen Pfalz- und Bischofstadt deutlich auf. Mit seinem wertvollen Domschatz verfügt der Merseburger Dom über

  • Altarretabel
  • Epitaphe
  • Gemälde
  • Handschriften, wie beispielsweise die weithin bekannten Merseburger Zaubersprüche
  • Ladegastorgel

Insbesondere zwei Bischöfe aus Merseburg trugen maßgeblich zur Prägung der deutschen Geschichte bei. Im Jahre 2014 wurde der 500. Todestag von Bischof Thilo von Trotha begangen. 2018 sind Feierlichkeiten zum 1000. Todestag von Bischof Thietmar von Merseburg, dem bedeutsamsten Chronisten aus der Zeit der Ottonen, geplant.

Einblicke in die Geschichte des Merseburger Doms

Der Dom Merseburg hat seinen Ursprung in der von Heinrich I. gestifteten Johanniskirche. Diese fand auch Verwendung als Kirche für das erste Bistum in Merseburg. Den Grundstein für den Bau legte Bischof Thietmar von Merseburg am 18. Mai 1015. Erstmalig wurde der Kirchenbau mit seinen vier Türmen während des Laurentiuspatroziniums am 01. Oktober 1021 geweiht. Anwesend war das Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde.

Bedingt durch zwei Unglücke kam es zu Einstürzen des Baus. Nach deren Wiederaufbau wurde die Kirche im Jahre 1042 ein zweites Mal geweiht. Bis in die heutige Zeit sind die 1036 begonnene Krypta sowie noch einzelne Teile des einstigen romanischen Baukörpers erhalten. Dabei handelt es sich um

  • die unteren Teile der Wand des Querschiffs mit beiden östlichen Apsiden
  • die runden Chorbegleittürme, die aus dem 11. Jahrhunderts stammen sowie
  • die unteren Geschosse der Westtürme

Werner von Wolkenburg – ein Merseburger Bischof – leitete oberhalb der Vierung die Errichtung eines fünften Turmes ein. Dieser stürzte 1230 jedoch ein.

Im Rahmen von späteren Umbauten in den Jahren 1510 bis 1517 unter der Leitung von Bischof Thilo von Trotha kam es zur Umformung des Doms Merseburg im spätgotischen Stil. Die Nordseite des Merseburger Doms ist heute noch mit einem Sandsteinrelief versehen, auf dem ein Engel das Trotha-Wappen hält – zur Erinnerung an Bischof Thilo von Trotha. Auch die Supraporte, die sich am nördlichen Querschnitt befindet, hatte ihren Ursprung in jener Zeit. Hieraus erkennen Besucher des Merseburger Doms einen in einem orientalischen Gewand gekleideten, erwachenden Mann auf einem Ruhebett.

Während Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg wurden das Kapitelhaus und der Chor des Doms Merseburg stark beschädigt. Das renovierte Kapitelhaus konnte im August 2006 eingeweiht werden. Zusammen mit dem Schloss sowie dem Schlossgarten zählt der Dom Merseburg zu den „Gartenträumen“ des Landes Sachsen-Anhalt.

Informatives zur Fürstengruft im Merseburger Dom

Das Erbbegräbnis der Wettinischen Sekundogenitur von Sachsen-Merseburg befindet sich im Dom Merseburg. Die einstmalig in drei Räumlichkeiten untergliederte Fürstengruft gilt als bedeutsames Denkmal der barocken Bestattungskultur. Errichtet wurden diese drei Räume zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert.

Das prunkvolle Portal zeigt den Eingang zur Fürstengruft im Merseburger Dom. Über dem Portal können Besucher des Doms Merseburg das Gemälde der herzoglichen Familie bewundern. 1670 wurden die Ruhestätten auf Anraten von Herzog Christian I. zu Sachsen-Merseburg eingerichtet. In der Fürstengruft finden Gäste des Merseburger Doms 37 Särge, bestehend aus Blei, Blei-Zinn-Legierungen, Holz oder Zinn vor. Auf den Särgen sind zum Teil Bandelwerk, Inschriften und Wappen erhalten.

Ausstattung des Doms Merseburg

Obwohl der Dom Merseburg schon ein stolzes Alter erreicht hat, verfügt dieser über eine reichhaltige Ausstattung. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für kulturell interessierte Gäste.

Die Fenster des Merseburger Doms

So bestechen beispielsweise die Fenster durch ihre aus dem Mittelalter stammende Restverglasung, untergliedert in vier Medaillons, mit einem beträchtlichen Durchmesser von rund 60 Zentimetern. Diese finden sich oberhalb des Westportals in der Vorhalle mittig in der Dreifenstergruppe. Dargestellt sind

  • die Verkündigung Mariae
  • Christi Geburt
  • Anbetung der Könige

Die geschichtsträchtige Chorverglasung von 1885/86 fiel dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer. Von 1947 bis 1960 schuf Charles Crodel Ersatz – ähnlich wie im Dom zu Halberstadt und im Erfurter Dom zu sehen ist.

Triumphkreuz vom Dom Merseburg

In der Vierung haben Besucher des Merseburger Doms die Möglichkeit, das eigentlich zu einer Triumphkreuzgruppe gehörende Kruzifix anzuschauen. Das romanische Kruzifix besteht aus drei Teilen. Nachweisbar auf dem um 1240 entstandenen Kruzifix sind noch minimale Restbestände einer mittelalterlichen Farbfassung. Zusammen mit der nicht erhalten gebliebenen Triumphkreuzgruppe bildete das Kruzifix den perfekten Abschluss eines Bühnenlettners. Von dem Lettner sind noch beide seitliche Chorschranken bis in die heutige Zeit erhalten geblieben.

Interessanter Taufstein im Merseburger Dom

Seit dem Jahr 1831 befindet sich in der Vorhalle des Merseburger Doms ein monolithischer Taufstein. Dieser aus rotem Sandstein bestehende Taufstein stammte eigentlich aus der Merseburger Neumarktkirche. Im ikonographischen Programm enthalten sich vier liegende Löwen, eine zylindrische Kufe tragend. Zwischen den Löwen hocken Allegorien der vier Paradiesflüsse. Zur Gliederung der Kufe finden sind zwölf rundbogige Arkaden. In diesen stehen zwölf Propheten, auf deren Schultern sich jeweils ein Apostel niedergelassen hat. Am Fuße des Propheten Jeremia befindet sich kniend eine Stifterfigur. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich bei dieser Figur um den Abt des Benediktinerklosters St. Peter von Merseburg.

Einen weiteren Taufstein aus 1665 können Gäste des Merseburger Doms im südlichen Querschiff, direkt vor dem Eingang der Fürstengruft bestaunen.

Altäre, Epitaphe und Grabmäler

Im Inneren des Doms Merseburg befinden sich mehrere Altäre. Erwähnenswert ist ein aus Eichenholz gefertigter Altar, der aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts stammt und von mitteldeutscher oder niedersächsischer Abstammung ist.

In der Kirche sowie im Kreuzgang können Epitaphe und Grabmäler von Adeligen, Bischöfen und Domherren betrachtet werden. Zu diesen gehört unter anderem auch die Grabplatte des 1018 verstorbenen Bischofs Thietmar. Im nördlichen Querhaus befinden sich die aus Messing gefertigte Tumba und das Epitaph vom 1514 verstorbenen Bischof Thilo von Trotha.

Alte romanische Orgel im Merseburger Dom

Die Orgel vom Merseburger Dom stammt von etwa 1700 und zählt zu den größten Orgeln romanischen Ursprungs innerhalb Deutschlands. Versehen ist der Dom Merseburg mit zehn Glocken. Diese verteilen sich auf den Mittelbau, die beiden Westtürme und den Turmhelm. Nach einer durchgeführten Sanierung erklang das Geläut der Glocken des Merseburger Doms im Dezember 2001 erstmalig wieder.

Öffnungszeiten Merseburger Dom

Monat Tag Öffnungszeit
November – Februar Montag bis Samstag 10:00 – 16:00 Uhr
Sonntag und Feiertag 12:00 – 16:00 Uhr
März bis Oktober Montag bis Samstag 09:00 – 18:00 Uhr
Sonntag und Feiertag 12:00 – 18:00 Uhr

 

Kontakt und Anschrift

Merseburger Dom, Domschatz
und KinderDomusMerseburch
Domplatz 7
06217 Merseburg
Tel.: 03461 – 210045
E-Mail: fuehrung@merseburger-dom.de
Web: www.merseburger-dom.de

Tourist-Information Merseburg
Burgstraße 5
06217 Merseburg
Tel.: 03461 – 214170 oder 03461 – 19433
E-Mail: info@merseburg-tourist.de
Web: www.merseburg-tourist.de

 

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