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Diesdorf Kloster Diesdorf und Klosterkirche St. Maria und Crucis

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Das aus der Zeit der Backsteinromanik stammende Kloster Diesdorf ist direkt an der Straße der Romanik gelegen. Das einstige Kloster Marienwerder war ein Augustinernonnen-Kloster. Die Klosterkirche St. Maria und Crucis findet heute Verwendung als Pfarrkirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde von Diesdorf. Mit der Augustinernonnen-Klosterkirche ist Diesdorf im Besitz einer bewundernswerten Sehenswürdigkeit.

Einblicke in die Historie von Kloster Marienwerder

Graf Hermann von Lüchow gründete das Kloster Marienwerder im Jahre 1161 direkt neben Diesdorf. Die Stiftskirche wurde von Bischof Hermann von Verden geweiht. Einstmals waren dem Kloster Diesdorf acht wendische Dörfer zugeordnet.

Ab dem Jahr 1182 ist die Kirche des Klosters Marienwerder bis 1230 im spätromanischen Baustil erbaut worden. Sie galt als erste gewölbte Kirche auf dem Gebiet der Altmark. Zu Beginn war Kloster Diesdorf noch ein Doppelkloster, das von Chorfrauen und -herren bewohnt wurde. Der Chorherrenkonvent ist um 1300 geschlossen worden.

Eine erstmalige Erwähnung der Heilig-Grab-Kapelle konnte 1332 nachgewiesen werden. Zum Ende der mittelalterlichen Epoche zählten 46 Dörfer zum Kloster Marienwerder. Im Rahmen der Reformation kam es 1551 zur Säkularisation des Klosters. Aus der Klosterkirche wurde die Pfarrkirche für die evangelische Gemeinde. 1810 kam es zur Auflösung des Stifts.

Bis 1827 zierte ein Dachreiter den Chor. Von 1863 bis 1872 wurde die Orgel mit neugotischem Orgelprospekt gebaut. Zeitgleich kam es zum Einbau einer neuromanischen Kanzel. Letztlich ist 1872 der Westturm im Stil der Neuromanik errichtet worden.

Durch Nässeschäden machte sich zwischen 1966 und 1972 eine Restaurierung der Kirche des Klosters Diesdorf erforderlich. Die Orgel ist 1990 restauriert und zum Teil erneuert worden.

Vom einstigen Kloster Marienwerder sind bis in die heutige Zeit noch sehr gut

  • einige Teile der mittelalterlichen Wirtschaftsgebäude
  • die Klosterkirche
  • größere Teile der Klostermauer

erhalten geblieben.

Architektur und Ausstattung der Kirche von Kloster Diesdorf

Die dreischiffige Basilika besteht aus einem Querhaus, Apsiden, dem Chor und dem Westriegel. Ausgestattet ist sie mit einem kompletten Kreuzgratgewölbe. Erbaut wurde die Klosterkirche im gebundenen System. Am Äußeren der Sehenswürdigkeit können Besucher zahlreiche Schmuckelemente und unterschiedliche Friese bewundern. Im Inneren wartet die Basilika mit farblichen Kontrasten, basierend auf weiß getünchten Wänden und rotem Backstein, auf.

Als eines der wenigen bis in die heutige Zeit erhaltenen mittelalterlichen Kunstschätze kann das Heilige Grab angesehen werden. In dem Sarg befindet sich eine geschnitzte Christusfigur. Zu finden ist das Relikt in der Heilig-Grab-Kapelle. Hier haben Gäste auch die Möglichkeit, das Grab von Graf Hermann II. von Lüchow, versehen mit einer Ritzzeichnung, anzuschauen.

Im Weiteren zählt zur Ausstattung der Kirche des Klosters Diesdorf ein aus dem 18. Jahrhundert stammender silbern-vergoldeter Kelch. Auf diesem sind Medaillons mit Reliefs angebracht, die die vier Evangelisten darstellen. Ein zweiter aus dem Kloster Althaldensleben stammender Kelch aus dem 16. Jahrhundert ziert ebenfalls den Innenraum der Basilika vom einstigen Kloster Marienwerder.

Bewundernswert sind ferner

  • eine aus 1500 stammende Kasel Stickerei spätgotischen Ursprungs
  • ein Armreliquiar aus Holz
  • drei aus der spätgotischen Epoche stammenden Knaggen

Der sich unterhalb der einstigen Nonnenempore befindliche ebenerdige Raum mit einem Kreuzgratgewölbe und seinen vier gemauerten Pfeilern hat Ähnlichkeit mit einer Krypta. Die einfach gehaltene Kanzel stammt aus der neuromanischen Zeit. Das aus Zink bestehende Taufbecken hat seinen Ursprung im Jahr 1920.

Öffnungszeiten Klosterkirche Diesdorf

Bei Interesse nach telefonischer Absprache.

Kontakt und Anschrift

Klosterkirche Diesdorf
Schäfertor 7
29413 Diesdorf
Tel.: 03902 – 327
Web: www.diesdorf.de

Tourismusverein Region Beetzendorf/Altmark e.V.
Marschweg 3
38489 Beetzendorf
Tel.: 039000 – 970
E-Mail: info@vg-beetzendorf.de
Web: www.beetzendorf-diesdorf.de/

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